Dez 17 2010

Social Web bleibt Domäne der Jungen

pressetext meldet heute:
Ältere Semester meiden Communitys

Die noch relativ jungen sozialen Netzwerke sind innerhalb kürzester Zeit zu einem globalen Phänomen geworden. Den Ton darin gibt jedoch nach wie vor die Generation Internet an. Wie das Pew Research Center http://pewresearch.org aufzeigt, holen ältere Semester über 30 Jahren zwar bei der Web-Nutzung und Diensten wie der Online-Suche oder E-Mail auf. Von den Social Networks halten sie sich aber im Vergleich zu jüngeren Usern weitgehend fern. Diese Tendenz ist weltweit zu beobachten. In Deutschland halten sich die Internet-Nutzer generell nur wenig mit der modernen Kontaktpflege auf. Die Bundesbürger sind im internationalen Vergleich Networking-Muffel.

Starkes Gefälle ab 50 Jahren

Der Gebrauch von Computern, Smartphones, Internet und ähnlicher Technologien ist in den vergangenen drei Jahren signifikant nach oben geschnellt. Dennoch finden sich laut Pew mit Großbritannien, Polen und den USA weltweit lediglich drei Länder, in denen sich mehr als die Hälfte der über 30-Jährigen mit Social Networks beschäftigt. In Deutschland (und wahrscheinlich auch der Schweiz) trifft dies gerade einmal auf ein gutes Drittel zu. Zwar nutzt den Angaben nach nur ein Fünftel der Bevölkerung das Internet überhaupt nicht. Von jenen, die jedoch zumindest gelegentlich online sind, machen zudem jedoch 49 Prozent einen Bogen um Facebook und Co.

Aussender: pressetext.redaktion
Redakteur: Manuel Haglmüller
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Dez 2 2010

Google ändert Suchalgorithmus zur Erkennung schlechter Händler

Golem meldet heute:
Google findet Händler mit schlechten Bewertungen und straft sie ab – auch bei vielen Backlinks

Wer seine Kunden schlecht behandelt, wird häufiger verlinkt, rückt damit in Googles Suchergebnissen nach oben und macht mehr Geschäfte. Damit diese Taktik künftig keinen Erfolg mehr haben kann, hat Google seinen Suchalgorithmus geändert.
Mehr schlechte Bewertungen bedeuten mehr Geschäft, so lautete offenbar die Devise von DecorMyEyes.com. Denn je mehr über das Unternehmen im Internet geredet wird, desto besser werden die eigenen Seiten in Google platziert. Laut New York Times nahm das Gebaren von DecorMyEyes.com extreme Formen an, bis hin zu wüsten Beschimpfungen und Drohungen von sexueller Gewalt gegen Kundinnen.

Aufgeschreckt durch diesen Bericht der New York Times hat Google seinen Suchalgorithmus angepasst, nicht nur, um das Vorgehen von DecorMyEyes.com zu unterbinden.

Im konkreten Fall bedeutet dies, Google hat seinen Algorithmus so angepasst, dass DecorMyEyes.com zusammen mit einigen hundert weiteren Händlern, die eine schlechte “User-Experience” bieten, erkannt wird.

Eine Stimmungsanalyse, die negative Kommentare erkennt und in eine schlechte Bewertung übersetzt, kommt nicht zum Einsatz. Im konkreten Fall hätte dies nicht geholfen, argumentiert Google. Zwar wurde DecorMyEyes.com von Beschwerdewebseiten häufig verlinkt, die Links wurden aber als Nofollow markiert, so dass sie keine oder zumindest eine geringe Auswirkung auf die Positionierung in den Suchergebnissen haben. Die wertvollsten Links auf DecorMyEyes.com kamen hingegen von Medienwebseiten, die wie beispielsweise die New York Times in neutralem Ton über das Unternehmen beziehungsweise im Fall von Bloomberg über eine Klage gegen das Unternehmen berichtet haben. Eine Stimmungsanalyse hätte hier versagt, so Google.

Allerdings verrät Google fast nebenbei, dass das Unternehmen dennoch an Algorithmen zur Stimmungsanalyse arbeitet beziehungsweise untersucht, wie diese sinnvoll eingesetzt werden könnten. Würde die Suchmaschine nämlich Webseiten abwerten, die negativ kommentiert werden, würden beispielsweise die Webseiten vieler gewählter Politiker kaum mehr bei Google zu finden sein. Bislang habe man keinen effektiven Weg gefunden, um eine Stimmungsanalyse einzusetzen, arbeite aber weiter daran, so Google.

Bislang nicht genutzt, aber noch nicht vom Tisch, ist die Idee, Bewertungen und Kommentare zu Händlern in den Suchergebnissen anzuzeigen. Diese würden zwar weiterhin in den Suchergebnissen erscheinen, Nutzer würden aber gegebenenfalls gewarnt. (ji)

Zum Artikel gehts hier direkt bei Golem